
Freiwillige Feuerwehr
1922 wird die Freiwillige Feuerwehr das erste Mal erwähnt, da in diesem Jahr der Feuerwagen gebaut wurde, der von Pferden gezogen wurde (Foto 1). Sein Stifter war angeblich der Handelsrat Pyrkosch.
1958 wurde die
Feuerwache gebaut (Foto 2) (Foto 3). Sie entstand an Stelle der
ehemaligen Holzkapelle. Zu Erinnerung an die Kapelle wurde ein
Kreuz neben dem Gebäude aufgestellt (Foto
4).
Im Dezember 1961
bekam die Freiwillige Feuerwehr einen Feuerwehrwagen (Foto 4).
Der Wagen sollte die Handpumpe auf dem Pferdewagen ersetzen. Der
neue Wagen, war auch eine Belohnung vom Kommandant der Feuerwehr
in Cosel, für den Bau einer Feuerwache. Der Wagen sollte in
Tczew abgeholt werden., ca. 500 Kilometer von Pokrzywnica
entfernt. Niemand wusste aber wie der Wagen aussieht und in
welchem Zustand er ist. Herr Wilhelm Gołąbek ist mit den nötigen
Unterlagen und Getränken nach Tczew gefahren. Es stellte sich
heraus, dass der Wagen ein offener, 6 Zylinder Dodge, der zum
ziehen von Geschützen diente, ist. Man kann sich die Reise mit
einem Cabrio bei minus 20 Grad vorstellen. Die Reise dauerte 3
Tage. Als am 24 Dezember Herr Gołombek zurückkam, sah er wie ein
Eiszapfen aus.
Der nächste Wagen,
den die Feuerwehr bekommen hat ist ein Żuk aus dem Jahr 1969
(Foto 6).
Am 22 April 1999
begann Herr Werner Langer die Kapelle zu mauern (Foto 7). Die
nötigen Ziegel und die Figur des Heiligen Florians hat Herr
Bernard Stokłosa gekauft, den Plastikschutz der Figur schenkte
Herr Horst Cybis, der in Deutschland wohnt.
Am 2 Mai 1999
nahmen die Feuerwehrmänner an einer feierlichen Messe teil. Der
Pfarrer Benedykt Spyrka hat den Männern so wenig Einsätze wie
möglich gewünscht. Am 5 September 1999 weihte der Pfarrer die
Figur des Heiligen Florian (Foto 8). Die Feierlichkeiten wurden
mit dem Erntedankfest verbunden.
Am 17 Juni 2000 um
16 Uhr haben sich alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr vor
der Feuerwache versammelt. Um 16:30 Uhr mit den Klängen der
Blaskapelle fuhr der Fahrer Piotr Eszyk den Feuerwehwagen Lublin
III vor (Foto 9). Das Auto kostete 57 Tausend Zloty. Die
Gemeinde hat 47 Tausend geschenkt, die Leitung der Feuerwehr in
Opole 10 Tausend Zloty. Der Wagen hat eine Motorpumpe,
Schläuche, Luft- und Sauerstoffflaschen, eine Radiostation und
eine Leiter. Am 20 Juni 2000- 4 Tage nach Erhalten des Wagens-
fand der erste Einsatz statt. Der Wald zwischen Kędzierzyn-Koźle
und Raszowa brannte. Am 30 Juli 2000 wurde das Auto geweiht
(Foto 10).
2002 wurde die
Feuerwache renoviert (Foto 11). Die Fenster wurden
ausgewechselt, die Herr Herbert Bittner gespendet hat. Das
Baumaterial wurde von der Gemeinde Reńska Wieś bereitgestellt.
Die Schränke für die Uniform wurden von Piotr Szymusiak und
Brunon Pielot angefertigt. Der ganze Gemeinschaftsraum wurde von
Jan Moszek und Werner Langer angestrichen.
2004 wurde ein
Motorboot gekauft, das von Krzysztof Klein gesponsert wurde.
Jedes Jahr am Tag
des Heiligen Florians nehmen
alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr an einer Messe
teil. Danach gehen alle in einer Prozession auf den Friedhof um
den gestorbenen Feuerwehrmännern zu gedenken.
Jährlich wird
Altmetall gesammelt und das Geld kommt der Freiwilligen
Feuerwehr zu Gute.
Jedes Jahr zu
Pfingsten pilgern die Einwohner nach Gościęcin in die Kirche des
Heiligen Brixen.
Die Freiwillige
Feuerwehr mach auch ein Lagerfeuer, bei dem sich alle Einwohner
treffen und Spaß haben.
Die
Feuerwehrmitglieder nehmen an Wettbewerben teil und bringen
Urkunden und Pokale mit.
Zum heutigen
Vorstand zählen:
Vorsitzender: Leon
Linek
Stellvertretende
Vorsitzender- Direktor: Henryk Langer
Stellvertretende
Vorsitzender: Henryk Pendziałek
Stellvertretende
Vorsitzender: Krzysztof Klein
Stellvertretende
Direktor: Krzysztof Sitko
Sekretär: Ewelina
Mainka
Kassenwart: Erwin
Behr
Chronist: Bernard
Kurkin
Fahrer: Bernard
Nowosołow
Mitglied des
Vorstands: Ewelina Siwy
Quelle: Chronik der
Freiwilligen Feuerwehr
Am 3.10.2009 fand
in Pokrzywnica ein SCHWEINFEST statt. Der Höhepunkt war das
gegrillte Schwein, das von den Herren Jan Służałek und Marek
Maczek zubereitet wurde. Die Blaskapelle und die Gruppe STELCON
haben gespielt. Es wurde auch den Firmen MCS JOB und K&K
Hydrobud für die Unterstützung gedankt. Dank der Freiwilligen
Feuerwehr können sich die Einwohner jedes Jahr treffen und
zusammen feiern.
UBER DEN SCHUTZHEILIGEN
Der Heilige Florian
gilt als Schutzpatron vor Feuer, Krieg und Überschwemmung. Der
Kult des Heiligen hat sich immer weiter ausgebreitet. Seit dem
15. Jahrhundert sah man Bilder des Heiligen Florians, wie er
brennende Häuser und Kirchen mit Wasser löscht.
Im 16. Jahrhundert kam das Bild des Heiligen Florians aus
Deutschland und seit dieser Zeit hat man in Polen den Patron so
dargestellt.
Der Heilige Florian
stammt aus Lauracium (Lorch), aus der römischen Provinz Noricum
Ripense. Er lebte in der Zeit, als der Kaiser Diocletian die
Christen verfolgt hat. Florian, Soldat war ein Christ. Florian
wollte nicht auf Gott verzichten und deswegen wurde er in den
Fluss Enns gestoßen. Eine Legende besagt, dass Valerie Florian
im Schlaf gesehen hat und er ihr den Platz seiner Leiche gezeigt
hat. Sie hat den Leichnam gefunden und begraben. Seit dieser
Zeit nennt sich der Ort St. Florian. An der Stelle wo der
Heilige Florian lag baute man eine Kirche und ein Kloster. Die
Reliquien wurden nach Rom gebracht. Als eine polnische
Delegation nach Rom 1184 kam um die Reliquien eines Heiligen zu
holen, damit Polen einen Schutzpatron hat, war es nicht leicht
die Reliquien des Heiligen Florians zu bekommen, da er als
Patron von Rom galt. Die Legende besagt, dass Florian selbst,
dem Papst Luzius III gezeigt hat, dass er in den Norden gehen
will. Der Leichnam wurde nach Krakau gebracht. Doch vor der
Stadt wollten die Ochsen, die den Wagen zogen nicht weiter
laufen, bis der Fürst Kasimir der Gerechtige den Bau einer
Kirche einwilligte.

